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Taunus Zeitung: Bei der SG fühlen sich Jugendliche gut aufgehoben

Oberhöchstadt. Am Samstag war es wieder so weit: Die Spielgemeinschaft (SG) Oberhöchstadt führte in ihrem Vereinsheim am Sportplatz Altkönig die Tradition des Oktoberfestes fort. Mit zünftiger Musik, Bier, Leckereien und Spielen feierten die Mitglieder und Freunde des Vereins, unter ihnen auch Bürgermeister Wilhelm Kreß (SPD), und nutzten dabei das Vereinsheim und den zusätzlichen Vorbau voll aus.

«Obwohl unser Heim zurzeit teilweise saniert wird, wollten wir nicht darauf verzichten, hier zu feiern», sagte der SG-Vorsitzende Wolfgang Lang zufrieden. «Wir haben ein volles Haus und, was besonders schön ist, sehr viele junge Leute hier.» Der Verein hat gerade in den vergangenen Jahren enormen Zuspruch erfahren. «Wir haben jetzt zehn Jugendmannschaften, das sind 150 Jugendliche unter insgesamt 440 Mitgliedern», sagte Lang. Bürgermeister Kreß fügte hinzu: «Für uns ist jeder Verein, der eine so vorbildliche Jugendarbeit betreibt, wie ein zusätzliches Jugendzentrum. Deshalb liegt es mir besonders am Herzen, solche Vereine zu unterstützen.» Außerdem, so Kreß, sei die SG zurzeit der einzige Verein in Kronberg, der jedes Jahr ein Oktoberfest hat.

«Das Fest ist zu einer Institution geworden», bemerkte Spielausschuss-Vorsitzender Michael Klinger, der schon bei der Geburt des Oktoberfests dabei war. «Wir machen es inzwischen seit 13 Jahren, und es erfreut sich jedes Mal eines enormen Zuspruchs. Unser Ziel ist es, mit dem kleinstmöglichen Aufwand die größtmögliche Gaudi zu erzielen!» Das Fest habe sich zu einem Geheimtipp entwickelt, zu dem immer wieder gern Leute aus ganz Kronberg kämen, sagte Klinger. Die SG habe sogar Mitglieder, die weit entfernt wohnen. «Einer hat uns auf einer Geschäftsreise kennen gelernt und ist Mitglied geworden, weil er sich einfach wohl fühlte. Er wohnt in Issum, das ist bei Krefeld, aber er ist fast jedes Wochenende hier», erzählte Lang.

Mit belegten Broten, Krautsalat und gutem Bier war für die richtige Verpflegung gesorgt, deren Verkauf die Vereinsmitglieder selbst übernahmen. «Wir machen hier alles in Eigenregie und ehrenamtlich», erklärte Lang. Wer nicht beschäftigt war, konnte sich die Zeit beim Nageln vertreiben. «Das gute alte Spiel, bei dem ein Nagel in einen Hackklotz getrieben werden muss, haben wir etwas erweitert», erklärte Klinger. «Wir benutzen dabei keinen Hammer, sondern ein T-Rohr. Man muss den Nagel mit der Hülle des Rohres treffen, was den Teilnehmern im Laufe des Abends immer schwerer fällt.»

Auch die Jugendlichen fühlen sich wohl im Verein. «Ich bin erst seit diesem Sommer dabei, aber ich hab mich in den paar Monaten prima eingelebt», sagte der 19-jährige Sebastian Krumbügel, dessen Bruder schon länger dabei ist. Während er durch seinen Bruder schon vorher viele Vereinsmitglieder kannte, kam der 22-jährige Königsteiner Stefan Schneider vor zwei Jahren ganz neu dazu. «Hier im Verein herrscht eine super Stimmung, die nicht nur auf dem Oktoberfest zum Ausdruck kommt», lobte er. «Es gibt hier keine Gruppenbildung, stattdessen kommen einfach alle bestens miteinander aus.» Schade sei nur, wie seine Freundin Jasmin Harder hinzufügte, dass es keine Mädchenmannschaften gebe: «Ich habe selbst vor Jahren Fußball gespielt, und wenn es hier Mädchen- oder gemischte Mannschaften gäbe, würde ich sofort einsteigen.» (me)

Mehr Informationen über den Fußballclub SG Oberhöchstadt gibt es im Internet unter http://www.sg-oberhoechstadt.de sowie bei Klaus Lenz unter Telefon (0 61 73) 7 93 60.