SG Oberhöchstadt 1931/82 e.V.

06.04.2023

Warum "Maggi" für die SG Oberhöchstadt wie Klebstoff ist

Entweder oder. Schwarz oder weiß. Links oder rechts. Wir tun uns oftmals schwer damit, zwischen zwei Alternativen zu wählen. Bis dann aber doch die Entscheidung steht. Das trifft auch auf die von uns interviewten Sportlerinnen und Sportler zu, die wir in loser Abfolge vorstellen.

Oberhöchstadt – Von seinem Trainer wird er in den höchsten Tönen gelobt. Trainingsfleißig sei er – und wenn verletzt, dann trotzdem immer am Platz dabei; er sei ein ganz lieber, feiner und korrekter Kerl – sagt SG Oberhöchstadts Fußballtrainer Joachim Hans über seinen treffsicheren Allrounder Marc-Robin Muth (25). Aktuell steht er bei elf Toren. Was dem Informatik-Studenten, der gerade an seiner Bachelor-Arbeit sitzt und parallel dazu bei Fresenius als Werksstudent im Einsatz ist, jedoch ganz besonders runter wie Öl gehen dürfte, damit rundet Hans die Beschreibung seiner offensivfreudigen Nummer 10 eindrucksvoll ab: „Robbie ist für uns so etwas wie Klebstoff. Unverzichtbar. Er hält die Mannschaft richtig toll zusammen und ist für unsere SGO ein echtes Aushängeschild. „Das freut mich natürlich, so etwas zu hören“, sagt Muth. Mit dem Fußball hatte er mit fünf Jahren begonnen. Damals schon bei der SG Oberhöchstadt. Als es in der C-Jugend bei der SGO dann aber keine Mannschaft gab, schloss er sich kurzerhand der JSG Steinbach/Stierstadt an. „Dort spielte ich die restliche Zeit in der Jugend“, berichtet er, der der Frankfurter Eintracht die Daumen hält. Neben Mario Götze schaut er aber auch Bayern Münchens Joshua Kimmich „sehr gerne beim Spiel zu, wenn auch die beiden nicht ja gerade dort spielen, wo ich es tue“. Sein eigenes Betätigungsfeld auf dem Rasen sieht „Robbie“ grundsätzlich in der Offensive. „Das variiert aber ziemlich“, sagt er, „mal spiele ich auf dem Flügel, mal als Zehner oder aber im Sturmzentrum. Wo gerade Not am Mann ist.“ Dass er sich dabei nicht nur aufs Toreschießen versteht, sondern den gegnerischen Teams auch durch sein konsequentes Spiel nach hinten den Zahn ziehen kann, das schätzt nicht zuletzt auch sein Trainer Joachim Hans an ihm. Sagt er doch über seinen Schützling: „Robbie haut sich in den Zweikämpfen immer ordentlich rein. Für seine Gegenspieler dürfte er daher richtig unangenehm rüberkommen – weil er weder sich selbst noch den Gegenspieler schont.“ Gerade wenn es spielerisch nicht so laufe, versucht Muth „über die Zweikämpfe wieder ins Spiel zu kommen“. Unangenehm wird’s aber nicht nur für die gegnerischen Mannschaften – auch die Unparteiischen müssen den Offensivmann der SGO manchmal ein wenig einbremsen. „Ich weiß, ich weiß“, schmunzelt Muth, „da muss ich noch etwas an mir arbeiten.“ Was ihn auf dem Platz oftmals sauer werden lässt? „Wenn ein Foul an mir nicht geahndet, mir dann aber wiederum etwas vergleichsweise Harmloses abgepfiffen wird.“ Umso härter gehe er dann, der neben „Robbie“ auch „Maggi“ gerufen wird, in die Zweikämpfe. Verbal anecken bei den Schiedsrichtern, das verkneife er sich aber: „Vielmehr wende ich mich ab, drehe mich um und meckere so vor mich hin.“ Ob Spieler oder Schiedsrichter – „es sind alles nur Menschen“, so Muth. Von Verletzungen verschont geblieben ist der Mittzwanziger nicht. Da ist ihm vor allem eine Knochenabsplitterung negativ im Gedächtnis. Die hatte er sich „im zweiten oder dritten Training nach der Corona-Pause zugezogen“, blickt Muth zurück. Lange drei Monate musste er pausieren, wobei zunächst die Absplitterung als solche gar nicht erkannt worden war. Dann wagte er sich für einen Monat wieder in die Schussstiefel. Ein Gang zum Chirurgen führte jedoch zu dem Ergebnis, dass er nochmals für vier Monate pausieren und sich sogar einer Operation unterziehen musste. „Das war die Bedingung dafür, dass ich auch weiterhin Fußball spielen konnte“, berichtet Muth. Seiner Mannschaft traut er, der als Nesthäkchen noch zwei ältere Schwestern hat (Anna-Katharina/29, Lisa Janina/28), „auf alle Fälle eine Platzierung direkt hinter den Top 3 – Oberstedten, Bad Homburg, Köppern – zu, wenn wir denn mal ohne Verletzungen bleiben würden und nicht so oft personell rotieren müssten“. Ein Vereinswechsel nach dieser Saison kommt für „Maggi“ nicht in Frage: „Ich bleibe in jedem Fall. Solange ich spielen kann, spiele ich für die SGO – weil ich dort meine Freunde habe, mit denen ich zum Teil schon seit der Jugend zusammen kicke und mit denen ich auch mal gemeinsam feiern gehe.“ Dabei denkt er in erster Linie an Goalgetter Yassin Ennaji, Daniel Raczek und an Mannschaftskapitän Vincent Dupuy de la Grand Rive, der aktuell einen Kreuzbandriss auskuriert.

FC Bayern München oder BVB? Ich muss gestehen: Als Kind war ich Bayern-Fan. Bis es mein Vater geschafft hatte, mich dazu zu überreden, Eintracht-Anhänger zu werden. Bei mir hat’s halt ein wenig gedauert.

Ter Stegen oder Trapp? Auf alle Fälle Kevin Trapp. Gerade in dieser Saison hält er überragend. Vom FC Barcelona bekomme ich nur wenige Spiele zu sehen.

FC Oberstedten oder SpVgg Bad Homburg? Ich schätze die Stedter, gegen die wir in dieser Saison Hin- und Rückspiel mit 1:2 verloren haben, etwas stärker ein. Dagegen hätten wir gegen die Nullfünfer beide Partien gewinnen müssen. Kürzlich haben wir ja mit 3:0 gewonnen. Im Hinspiel fingen wir uns nach einer 4:0-Pausenführung dann noch vier Gegentore zum 4:4 ein.

Kölner Keller oder Schiedsrichter? Am liebsten nur mit Schiedsrichter. Was der VAR in dieser Saison schon so alles gegen die Eintracht entschieden hat – da kann einem der Spaß vergehen.

Der Gegner bläst zum Konter: Gegentor oder Notbremse? In der Anfangsphase eines Spiels wäre es schlauer, ein Gegentor zu riskieren. Wenn es aber kurz vor Schluss 1:0 für unsere Mannschaft steht, würde ich absolut zur Notbremse greifen. Wenn es auch die Rote Karte nach sich ziehen würde. Rot habe ich bis zum heutigen Tag noch nie bekommen.

Schwalbe oder ehrliche Haut? Ich bin für Ehrlichkeit. Eigentlich versuche ich immer, aufs Tor zu gehen, selbst wenn ich von einem gegnerischen Fuß getroffen werde. Es müsste allerdings nachträglich dann öfters mal Gelb für den Gegner gezückt werden.

Nach der aktiven Laufbahn: Trainer oder Schiedsrichter? Eher schon Trainer. Ich bin eher jemand, der ein Team supportet, statt das Fehlverhalten zweier Mannschaften zu ahnden. Schon zu Schulzeiten habe ich eine Fußball-AG geleitet, auch im Ausland.

Zu schnell am Steuer oder falsch geparkt? Ich bekomme mehr Tickets wegen Falschparkens. Blitzer sehe ich zum Glück oft noch rechtzeitig.

Wacken oder der Eurovision Song Contest? Festivals und Konzerte sind nicht unbedingt meins. Daher: eher der Grand Prix d’Eurovision.

Hund oder Katze? Mehr anfangen könnte ich mit einem Hund.

Gipfelkreuz oder Ballermann? Demnächst werde ich mit zwei Mannschaftskollegen für ein paar Tage an den Ballermann fahren. Um die Knochen mal ein wenig zu schonen.

Seit vergangenem Juni gestattet der Deutsche Fußball-Bund im Amateurbereich gemischte Fußballteams – pro oder kontra? Wenn die Mädels spielerisch mithalten, dann habe ich überhaupt kein Problem damit, wenn sie in meiner Mannschaft mitspielen würden. In der Jugend hatte ich gegen Julia Matuschewski (die Ober-Eschbacherin stürmt aktuell für den österreichischen Erstligisten Sturm Graz und spielt in der polnischen Nationalmannschaft – Anm. d. Red.) öfters gespielt. Sie war schon damals besser als die meisten Jungs. Das war eine starke Erfahrung für mich.

WOLFGANG BARDON

Partner


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